Arten von Orthesen

für die untere Extremität

FIOR & GENTZ ist im Fachgebiet der Orthetik auf die Entwicklung von Orthesengelenken für die Herstellung von maßgefertigten Orthesen der unteren Extremitäten spezialisiert. Hier unterscheidet man vorrangig zwischen Lähmungsorthesen und Entlastungsorthesen. Die Bezeichnung einer Orthese richtet sich nach dem internationalen Klassifizierungssystem (ICS), welches von der Internationalen Organisation für Normung (ISO) entwickelt und gepflegt wird. Aus den Benennungen lässt sich ableiten, welche anatomischen Gelenke und Körperteile die Orthese umfasst. So schließt eine AFO (engl. ankle-foot orthosis) beispielsweise den Knöchel und den Fuß ein. Früher wurden Orthesen Schienen oder Schienen-Schellen-Apparate genannt. Um die Kommunikation im interdisziplinären Team zwischen Betroffenen, Ärzten, Physiotherapeuten und Orthopädietechnikern zu vereinheitlichen, sollten diese Begriffe nicht mehr verwendet werden.

Eine maßgefertigte Orthese bietet den Vorteil, dass sie individuell an die Bedürfnisse des Patienten angepasst werden kann. Bei einer unilateralen (einseitigen) Bauweise wird das Orthesengelenk neben dem Knöchelgelenk platziert. Bei einer bilateralen (beidseitigen) Bauweise wird ein Orthesengelenk innen und das andere außen neben dem Knöchelgelenk verbaut. Auch auf Knieebene ist sowohl eine unilaterale als auch eine bilaterale Bauweise möglich. Die Konfiguration der Orthese mit den richtigen Orthesengelenken richtet sich nach dem Krankheitsbild und den funktionellen Abweichungen, die bei der Befundung des Patienten ermittelt wurden. Über die Einstellbarkeit der Funktionselemente der Orthesengelenke können die Orthesenfunktionen optimal an die Anforderungen angepasst werden.

Die unterschiedlichen Arten von Orthesen, die im Bereich der unteren Extremität eine maßgebliche Rolle spielen, werden im Folgenden zusammengefasst.

AFO (ankle-foot orthosis; Deutsch: Knöchel-Fuß-Orthese)

AFO ist die Abkürzung für den englischen Term ankle-foot orthosis (Vorzugsbezeichnung nach ICS). Der Name ergibt sich aus den Körperteilen, die in die Orthesenversorgung einbezogen sind: Knöchel und Fuß. Im Deutschen wird in der Regel ebenfalls die Bezeichnung AFO verwendet. Üblich sind aber auch die direkte Übersetzung Knöchel-Fuß-Orthese oder dynamische Unterschenkelorthese.

Eine AFO, die bei Lähmungen eingesetzt wird, gleicht die funktionellen Abweichungen aus, die sich aus dem Krankheitsbild des Patienten ergeben. Dazu gehören insbesondere eine Lähmung der Plantarflexoren oder Dorsalextensoren. Orthesengelenke von FIOR & GENTZ enthalten einstellbare und dynamische Funktionselemente, mit denen sich die Orthesenfunktion an die Bedürfnisse des Patienten anpassen lässt. Bei einer Schwäche der Plantarflexoren gleicht die Orthese z. B. die fehlende Sicherheit beim Stehen und Gehen aus. Bei einer Schwäche der Dorsalextensoren ermöglichen die Funktionselemente u. a. ein stolperfreies Gehen durch Anheben des Vorfußes in der Schwungphase.

KAFO (knee-ankle-foot orthosis; Deutsch: Knie-Knöchel-Fuß-Orthese)

KAFO ist die Abkürzung für den englischen Term knee-ankle-foot orthosis (Vorzugsbezeichnung nach ICS). Der Name ergibt sich aus den Körperteilen, die in die Orthesenversorgung einbezogen sind: Knie, Knöchel und Fuß. Im Deutschen wird in der Regel ebenfalls die Bezeichnung KAFO verwendet. Üblich sind aber auch die direkte Übersetzung Knie-Knöchel-Fuß-Orthese oder Ganzbeinorthese.

Eine KAFO, die bei Lähmungen eingesetzt wird, gleicht die funktionellen Abweichungen aus, die sich aus dem Krankheitsbild des Patienten ergeben. Dazu gehören insbesondere eine Lähmung der Knieextensoren oder Hüftextensoren. Orthesengelenke von FIOR & GENTZ enthalten einstellbare und dynamische Funktionselemente, mit denen sich die Orthesenfunktion an die Bedürfnisse des Patienten anpassen lässt. Bei einer Schwäche der Knieextensoren werden z. B. Funktionselemente zur Standphasensicherung in die Orthese integriert.

Auf Knieebene wird zwischen frei beweglichen, gesperrten und automatischen Systemkniegelenken unterschieden. Die Auswahl der Orthesengelenke bei Lähmungen richtet sich nach den funktionellen Abweichungen der großen Muskelgruppen der unteren Extremität.

KO (knee orthosis; Deutsch: Knie-Orthese)

Die Knieorthese umschließt ausschließlich das Knie. Im Gegensatz zu einer KAFO oder AFO gibt es kein Gelenk auf Knöchelhöhe. Knieorthesen werden postoperativ zum Schutz und zur Entlastung des Kniegelenkes eingesetzt. Schmerzen im Knie können so wesentlich gelindert werden. Häufige Indikationen sind Verletzungen des Kreuzbandes, Verletzungen des Kapselbandapparates und Meniskusverletzungen. Als Orthesengelenke werden hier vorwiegend Zahnsegmentgelenke eingesetzt, die bei FIOR & GENTZ in der Kategorie Gelenkschienen für Knieorthesen einsortiert sind. Der Drehpunkt der Zahnsegmentgelenke simuliert die Bewegung des anatomischen Drehpunktes. Dadurch wird der komplexe Bandapparat nicht unnötig belastet.

Weitere Orthesen

Bezeichnungen, die im Zusammenhang mit Unterschenkelorthesen verwendet werden, können irritierend sein. Meist beschreiben sie eine AFO mit ihren diversen Eigenschaften. Eindeutige Definitionen gibt es allerdings nicht. Hier finden Sie einen Überblick über die häufigsten Bezeichnungen.

DAFO (engl. dynamic ankle-foot orthosis)
dynamische Unterschenkelorthese

FRAFO (engl. floor-reaction AFO)
starre Unterschenkelorthese mit ventraler Schale

HAFO (engl. hinged AFO)
Unterschenkelorthese mit dorsaler Schale

PLSAFO (engl. posterior-leaf-spring AFO)
Unterschenkelorthese mit Blattfeder hinter der Achillessehne

SAFO (engl. solid ankle-foot orthosis)
starre Unterschenkelorthese

SMO (supramalleoläre Orthese)
knöchelübergreifende Orthese, kann dynamische Eigenschaften aufweisen


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