KAFO in Gelenk-Eingusstechnik

KAFO

in Gelenk-Eingusstechnik

Je nach Patientendaten und Anforderungen an die Orthese stehen zwei Arbeitstechniken für eine Gießharzorthese zur Verfügung: Gelenk-Eingusstechnik oder Anker-Eingusstechnik. Bei der Gelenk-Eingusstechnik bleiben die Systemgelenke frei, während die Systemanker einlaminiert werden. Diese Arbeitstechnik bietet eine besonders hohe Stabilität.

Auf Basis der Patientendaten und der gewählten Systemgelenke wird im Orthesen-Konfigurator auch eine optimale Arbeitstechnik für die Herstellung der Orthese empfohlen.

Die Orthese für dieses Online-Tutorial ist ebenfalls konfiguriert worden und wurde in folgender Bauweise hergestellt:

  • unilaterales Systemknöchelgelenk
  • unilaterales Systemkniegelenk
  • rigides Fußteil
  • ventrale Unterschenkelschale
  • dorsale Oberschenkelschale
  • Gelenk-Eingusstechnik

Ein Online-Tutorial für die Anker-Eingusstechnik finden Sie hier.

 Montage-/Gießdummys montieren

Schritt 1/1

Montieren Sie die Systemgelenke mithilfe der Montage-/Gießdummys entsprechend der Explosionszeichnung. Während des Gießens dienen die Montage-/Gießdummys als Platzhalter für die Deckplatten der Systemgelenke.
Hinweis: Explosionszeichnungen finden Sie in unserem Produktkatalog Systemgelenke und Systemgelenkschienen.

 Systemfußbügel/-anker schränken

Schritt 1/11

Markieren Sie zunächst die untere Kante des Montage-/Gießdummys auf dem Systemfußbügel. Alles oberhalb dieser Linie darf nicht verformt werden, da dieser Bereich (die Gelenkfläche) später Teil des Systemgelenkes ist.
Hinweis: Wenn Sie einen gekröpften Systemfußbügel erworben haben, entfallen die Arbeitsschritte 1-4. 

Schritt 2/11

Um den Systemfußbügel zu schränken, spannen Sie ihn in einen Schraubstock mit glatten Backen. Achten Sie auf die Markierung, um Verformungen der späteren Gelenkfläche zu vermeiden und gelenknah schränken zu können.
Hinweis: Wenn Sie einen gekröpften Systemfußbügel erworben haben, entfallen die Arbeitsschritte 1-4.

Schritt 3/11

Passen Sie den Systemfußbügel an die Form des Modells an. Schränken Sie den Systemfußbügelhals mithilfe eines Schränkeisens. Schränken Sie nur in eine Biegerichtung.
Hinweis: Verwenden Sie keinen Hammer und erwärmen Sie das Material nicht.
Wenn Sie einen gekröpften Systemfußbügel erworben haben, entfallen die Arbeitsschritte 1-4.

Schritt 4/11

Nehmen Sie den Systemfußbügel aus dem Schraubstock und prüfen Sie den Abstand des Systemfußbügels zum Modell.
Hinweis: Wenn Sie einen gekröpften Systemfußbügel erworben haben, entfallen die Arbeitsschritte 1-4.

Schritt 5/11

Passen Sie den Systemfußbügel an die Form des Modells an. Schränken Sie den unteren Teil des Systemfußbügels mithilfe eines Schränkeisens. Schränken Sie nur in eine Biegerichtung.
Hinweis: Verwenden Sie keinen Hammer und erwärmen Sie das Material nicht.
Prüfen Sie den Abstand zum Modell.

Schritt 6/11

Passen Sie den Systemfußbügel an die Form des Modells an. Schränken Sie den Systemfußbügelfuß mithilfe eines Schränkeisens. Schränken Sie nur in eine Biegerichtung.
Hinweis: Verwenden Sie keinen Hammer und erwärmen Sie das Material nicht.
Prüfen Sie den Abstand zum Modell.

Schritt 7/11

Verpressen Sie Gelenkoberteil und Systemanker mithilfe einer Unterlegscheibe und einer Schraube. Nutzen Sie dafür einen Drehmomentschraubendreher und ein Drehmoment von 6 Nm. Entfernen Sie Unterlegscheibe und Schraube wieder. 

Schritt 8/11

Fixieren Sie den Systemanker mit der gelenkfernen Schraube im Gelenkoberteil, bevor Sie mit dem Schränken beginnen.

Schritt 9/11

Berücksichtigen Sie beim Schränken den einzuhaltenden Biegeradius und verwenden Sie ein rundes Schränkeisen.
Hinweis: Angaben zum Biegeradius und den zu verwendenden Werkzeugen finden Sie in der Produktbeilage Systemschienen und Systemanker.

Schritt 10/11

Überprüfen Sie den Abstand vom Systemanker und -fußbügel zum Gipspositiv. Achten Sie darauf, dass ausreichend Platz für die Profilierung und die Armierungslagen zur Verfügung steht, damit das Laminat später spannungsfrei bleibt und die Gelenkflächen parallel bleiben.

Schritt 11/11

Beschleifen Sie Systemfußbügel und Systemanker. Schleifen Sie immer in Walzrichtung. Entfernen Sie alle Macken vom Schränken und vermeiden Sie scharfe Kanten.
Hinweis: Systemknöchelgelenke mit einfeilbarem Dorsalanschlag sollten stets in ihrer werkseitig vorgesehenen neutralen Position ohne Veränderung des Dorsalanschlages montiert werden.

 Systemstrang fertigen

Schritt 1/19

Nutzen Sie das Aktivator-Spray als Grundierung, indem Sie es auf beiden Seiten des Systemankers sorgfältig aufsprühen. Beginnen Sie oberhalb des Montage-/Gießdummys.

Schritt 2/19

Nutzen Sie ein Stück Trikotschlauch als Unterlage zum Anbringen des Profilkernes. Erwärmen Sie den Profilkern und kleben Sie ihn von unten mit Sekundenkleber an den Systemanker.

Schritt 3/19

Ziehen Sie von beiden Seiten am Trikotschlauch und drücken den Profilkern von unten gegen den Systemanker, um ihn zu fixieren.

Schritt 4/19

Beispiel für den Verlauf des Profilkernes bei einer unilateralen KAFO.
Hinweis: Mit dem Verlauf beeinflussen Sie die Steifigkeit der Orthese in den jeweiligen Bereichen.

Schritt 5/19

Verstärken Sie ausschließlich den Profilkern der Unterschenkelschale. Tragen Sie Sekundenkleber auf dem Systemanker und Profilkern auf. Erwärmen Sie einen zweiten Profilkern und kleben Sie ihn auf den ersten.

Schritt 6/19

Beispiel für den Verlauf des beschliffenen Profilkernes bei einer unilateralen KAFO.
Hinweis: Lassen Sie den Profilkern auf Raumtemperatur abkühlen, bevor Sie ihn vom Modell nehmen, um Abstandsabweichungen durch Schrumpfung des Materials zu vermeiden.

Schritt 7/19

Verstärkter Profilkern der Unterschenkelschale (A) im Vergleich zum einfachen Profilkern der Oberschenkelschale (B)

Schritt 8/19

Bei Bedarf können Sie auch die mediale Seite der Oberschenkelschale durch einen Profilkern verstärken.

Schritt 9/19

Isolieren Sie das Systemkniegelenk. Entfernen Sie den Extensionsanschlag, isolieren Sie diesen Bereich und setzen Sie ihn wieder ein. Isolieren Sie die Gelenkflächen des Gelenkunterteiles mit einer dünnen Schicht Isolierwachs. Füllen Sie ebenso alle Vertiefungen und Rillen, die frei von Harz bleiben sollen.
Hinweis: Verwenden Sie eine kleine Spritze, um das Isolierwachs einfach und gezielt auftragen zu können.

Schritt 10/19

Isolieren Sie auch die Flächen und Kanten der Gelenkrückseite mit einer dünnen Schicht Isolierwachs und füllen Sie die Bohrungen für die Extensionsanschlagsdämpfer.
Hinweis: Verwenden Sie eine kleine Spritze, um das Isolierwachs einfach und gezielt auftragen zu können.

Schritt 11/19

Falls das Systemgelenk über einen Federkanal verfügt, demontieren Sie die Federeinheit. Die Druckschraube bleibt montiert. Dann füllen Sie den Federkanal mit Isolierwachs.
Hinweis: Verwenden Sie eine kleine Spritze, um das Isolierwachs einfach und gezielt auftragen zu können.

Schritt 12/19

Isolieren Sie die Gelenkflächen des Gelenkoberteiles, vorhandene Gleitscheiben sowie alle Flächen des Montage-/Gießdummys mit einer dünnen Schicht Isolierwachs. Füllen Sie ebenso sämtliche Vertiefungen und Rillen der Montage-/Gießdummys mit Isolierwachs. Isolieren Sie alle Schraubengewinde.
Montieren Sie die Teile.
Hinweis: Verwenden Sie eine kleine Spritze, um das Isolierwachs einfach und gezielt auftragen zu können.

Schritt 13/19

Füllen Sie, falls vorhanden, die Einspritzlöcher des Montage-/Gießdummys mit Isolierwachs. So füllen Sie bei der Montage entstandene Hohlräume zwischen Systemgelenk und Dummy. Dies verringert den Arbeitsaufwand beim späteren Reinigen der Systemgelenke.
Hinweis: Verwenden Sie eine kleine Spritze, um das Isolierwachs einfach und gezielt auftragen zu können.

Schritt 14/19

Reinigen Sie alle Bereiche, die später ins Laminat eingebettet werden (von allen Seiten). Entfernen Sie Isolierwachs- und Fettreste.

Schritt 15/19

Ziehen Sie Carbonfaser-Flechtschlauch über den Profilkern der Unterschenkelschale (inkl. Systemanker).

Schritt 16/19

Isolieren Sie das Systemknöchelgelenk.  Füllen Sie alle Schraubengewinde sowie sämtliche Vertiefungen und Rillen des Systemknöchelgelenkes mit Isolierwachs.
Hinweis: Verwenden Sie eine kleine Spritze, um das Isolierwachs einfach und gezielt auftragen zu können.

Schritt 17/19

Isolieren Sie die Gelenkflächen des Systemfußbügels und des Gelenkoberteiles sowie alle Flächen des Montage-/Gießdummys mit einer dünnen Schicht Isolierwachs. Isolieren Sie alle Schraubengewinde sowie sämtliche Vertiefungen und Rillen des Montage-/Gießdummys mit Isolierwachs. Isolieren Sie auch die Gleitscheiben.
Hinweis: Verwenden Sie eine kleine Spritze, um das Isolierwachs einfach und gezielt auftragen zu können.

Schritt 18/19

Reinigen Sie alle Bereiche, die später ins Laminat eingebettet werden (von allen Seiten). Entfernen Sie Isolierwachs- und Fettreste.

Schritt 19/19

Ziehen Sie Carbonfaser-Flechtschlauch über den Systemfußbügel. Fixieren Sie ihn möglichst gelenknah durch Vernähen und/oder Umwickeln mit Aramidfaser-Roving. Strecken Sie dann die Fasern und fixieren ggf. auch das andere Ende.
Wichtig! Nur die gestreckte Faser kann Last aufnehmen und wieder abgeben!

 KAFO armieren

Schritt 1/33

Sollte das Gipspositiv noch feucht sein, isolieren Sie es zunächst mit Kompressionsfolie. Ziehen Sie dann einen PA-Armierungsstrumpf über das Gipspositiv. Jetzt lässt sich der PVA-Folienschlauch als Unterfolie ganz einfach überziehen.
Hinweis: Wir empfehlen, 0,10 mm dicke Folien zu verwenden.

Schritt 2/33

Armieren Sie den Abrollbereich (siehe Pfeile) eines rigiden Fußteiles mit Carbon und mit Rand, um die Steifigkeit zu erhöhen und Bewegungen zu unterbinden.
Wichtig! Achten Sie bereits beim Armieren auf die Form des später verwendeten Schuhes, um das Fußteil optimal einzupassen. Besonders die Breite kann später kaum angepasst werden.
Hinweis: Sollte der Rand zu hoch sein, kann dieser nachträglich noch leicht bearbeitet werden.

Schritt 3/33

Zum Zuschneiden der einzelnen Gewebelagen (sowohl Carbon- als auch Aramidfaser) empfehlen wir eine elektrische Schere (z. B. Easy Cutter).
Hinweis: Verwenden Sie Klebstoff-Film ohne Träger, um die Schnittkanten zu fixieren. So  können diese nicht ausfransen.

Schritt 4/33

Trocknen Sie das Aramidfasergewebe bei 120 °C mindestens eine Stunde im Ofen.
So beseitigen Sie ggf. während der Lagerung aufgenommene Feuchtigkeit und verbessern die Gewebeeigenschaften für die weitere Verarbeitung.

Schritt 5/33

Benetzen Sie einen Carbonfasergewebe-Zuschnitt sparsam mit Sprühkleber und bedecken damit die ganze Sohle. Armieren Sie anfangs nur die Sohle und die Seite des Fußteiles unterhalb der Gelenkaufnahme, um unnötig dicke Kanten zu vermeiden und eine hohe Steifigkeit zu erreichen.
Hinweis: Besprühen Sie immer nur den noch aufzuklebenden Zuschnitt mit Sprühkleber, nicht die bereits angebrachte Armierung.

Schritt 6/33

Lassen Sie den Bereich der Gelenkaufnahme frei.

Schritt 7/33

Verstärken Sie den Vorfußbereich mit unidirektionalem Carbonfaserband (z. B. 10 cm Breite). Armieren Sie immer bis zur vorderen Fußspitze. Stufen Sie zum Rückfußbereich hin ab, um einen gleichmäßigen Übergang zu erhalten. Beginnen Sie mit dem kürzesten Zuschnitt. Beachten Sie den Faserverlauf (siehe Pfeil).
Hinweis: Besprühen Sie immer nur den noch aufzuklebenden Zuschnitt mit Sprühkleber, nicht die bereits angebrachte Armierung.

Schritt 8/33

Armieren Sie für einen optimalen Faserverbund mit Carbonfasergewebe und unidirektionalem Carbonfaserband.
Hinweis: Besprühen Sie immer nur den noch aufzuklebenden Zuschnitt mit Sprühkleber, nicht die bereits angebrachte Armierung.

Schritt 9/33

Bringen Sie unidirektionales Carbonfaserband quer unterhalb der Gelenkaufnahme am Fußteil an. Beachten Sie den Faserverlauf (Pfeile). Verwenden Sie so viele Lagen Carbonfaserband wie Sie benötigen (dies ist eine Beispielabbildung).
Wichtig! Achten Sie darauf, die Fasern gestreckt zu verwenden!

Schritt 10/33

Armieren Sie mit unidirektionalem Carbonfaserband v-förmig. Beachten Sie den Faserverlauf (Pfeile). Verwenden Sie so viele Lagen Carbonfaserband wie Sie benötigen (dies ist eine Beispielabbildung).
Wichtig! Achten Sie darauf, die Fasern gestreckt zu verwenden!

Schritt 11/33

Armieren Sie den Unterschenkelbereich mit Carbonfasergewebe. Lassen Sie die Gelenkaufnahmen frei. Verwenden Sie so viele Lagen Carbonfasergewebe wie Sie benötigen (dies ist eine Beispielabbildung).
Hinweis: Besprühen Sie immer nur den noch aufzuklebenden Zuschnitt mit Sprühkleber, nicht die bereits angebrachte Armierung.

Schritt 12/33

Bringen Sie unidirektionales Carbonfaserband oberhalb der Gelenkaufnahmen an. Kleben Sie erst einen Streifen quer um den Unterschenkel herum. Armieren Sie dann entlang des Profilkernes. Beachten Sie den Faserverlauf (Pfeile). Verwenden Sie so viele Lagen Carbonfaserband wie Sie benötigen (dies ist eine Beispielabbildung).
Wichtig! Achten Sie darauf, die Fasern gestreckt zu verwenden!

Schritt 13/33

Markieren Sie den zukünftigen teilflexiblen Sitzbereich auf der Folie. Orientieren Sie sich am modellierten Kantenverlauf.

Schritt 14/33

Bringen Sie Carbonfasergewebe zur Versteifung des unteren Oberschenkelschalenbereiches an. Verwenden Sie so viele Lagen Carbonfaserband wie Sie benötigen (dies ist eine Beispielabbildung).
Schneiden Sie das Aramidfasergewebe zu und bringen Sie es im Sitzbereich an (Markierung beachten). Armieren Sie mit dem Aramidfasergewebe etwas über das Carbonfasergewebe, um einen guten Faserverbund zu erreichen. Verwenden Sie so viele Lagen Aramidfasergewebe wie Sie benötigen (dies ist eine Beispielabbildung). Arbeiten Sie möglichst präzise, da sich Aramidfasergewebe schlecht beschleifen lässt.
Wichtig! Achten Sie darauf, die Fasern gestreckt zu verwenden!

Schritt 15/33

Bringen Sie unidirektionales Carbonfaserband oberhalb der Gelenkaufnahme an (1). Armieren Sie dann entlang des Profilkernes (2) und entlang der Schelle (3). Beachten Sie den Faserverlauf (Pfeile). Verwenden Sie so viele Lagen Carbonfaserband wie Sie benötigen (dies ist eine Beispielabbildung).
Wichtig! Achten Sie darauf, die Fasern gestreckt zu verwenden!

Schritt 16/33

Beispiel für eine armierte Oberschenkelschale von lateral (1), posterior (2) und medial (3)

Schritt 17/33

Tragen Sie etwas Isolierwachs auf die Gewinde der Gelenkaufnahmen auf, um diese für die folgenden Arbeitsschritte luftdicht abzuschließen.

Schritt 18/33

Montieren Sie die Montage-/Gießdummys mit Systemsträngen auf die Gelenkaufnahmen. Schrauben Sie die Gelenkaufnahmeschrauben durch die Unterfolie hindurch in die Gelenkaufnahmen. Achten Sie darauf, die Schrauben zunächst nur so weit einzudrehen bis das Gewinde greift, um einen veränderten Abstand zwischen den Systemgelenken ausgleichen zu können.
ACHTUNG! Wenn Schrauben wieder herausgedreht werden müssen, kann dabei die Unterfolie beschädigt werden!

Schritt 19/33

Sind die Gelenkaufnahmeschrauben in ihre Gelenkaufnahmen eingedreht, können Sie die Schrauben ganz festziehen. Isolieren Sie anschließend alle Schraubengewinde.

Schritt 20/33

Fixieren Sie den mit Fertigarmierung bezogenen Profilkern zur Verstärkung der medialen Oberschenkelschale (2) am Modell. Bringen Sie Fertigarmierung zur Verstärkung der Unterschenkelschelle (1) und Fertigarmierung zur Verstärkung der Oberschenkelschelle (3) an. Achten Sie auf eine direkte Anbindung zum Systemstrang bzw. zur medialen Profilierung.
Wichtig! Achten Sie darauf, die Fasern gestreckt zu verwenden!

Schritt 21/33

Fixieren Sie das untere Ende des Carbonfaser-Flechtschlauches mit Sprühkleber an der Sohle des Fußteiles.

Schritt 22/33

Bringen Sie unidirektionales Carbonfaserband schräg unterhalb der Gelenkaufnahme am Fußteil an. Verwenden Sie so viele Lagen Carbonfaserband wie Sie benötigen (dies ist eine Beispielabbildung).
Wichtig! Achten Sie darauf, die Fasern gestreckt zu verwenden!

Schritt 23/33

Armieren Sie weiter. Beachten Sie den Faserverlauf (Pfeil). Verwenden Sie so viele Lagen Carbonfaserband wie Sie benötigen (dies ist eine Beispielabbildung).
Wichtig! Achten Sie darauf, die Fasern gestreckt zu verwenden!

Schritt 24/33

Bringen Sie dann einen Streifen Carbonfaserband direkt unterhalb der Gelenkaufnahme am Fußteil an. Verwenden Sie so viele Lagen Carbonfaserband wie Sie benötigen (dies ist eine Beispielabbildung).
Wichtig! Achten Sie darauf, die Fasern gestreckt zu verwenden!

Schritt 25/33

Armieren Sie weiter. Verwenden Sie so viele Lagen Carbonfasergewebe
und -band wie Sie für das Fußteil benötigen (dies ist eine Beispielabbildung).
Wichtig! Achten Sie darauf, die Fasern gestreckt zu verwenden!

Schritt 26/33

Bringen Sie eine abschließende Lage Carbonfasergewebe auf dem Fußteil an. Bedecken Sie den Montage-/Gießdummy dabei bis zur Hälfte.
Wichtig! Achten Sie darauf, die Fasern gestreckt zu verwenden!

Schritt 27/33

Bringen Sie wieder unidirektionales Carbonfaserband auf dem Unterschenkelbereich an. Dieses Mal kleben Sie einen Streifen entlang der Fertigarmierung zur Verstärkung des oberen Unterschenkelschalenbereiches. Beachten Sie den Faserverlauf (Pfeile).

Schritt 28/33

Bringen Sie dann einen Streifen entlang des Profilkernes (1) und danach oberhalb des Montage-/Gießdummys (2) an. Beachten Sie den Faserverlauf (Pfeile).

Schritt 29/33

Bringen Sie eine abschließende Lage Carbonfasergewebe auf dem Unterschenkelbereich an. Bedecken Sie den Montage-/Gießdummy dabei bis zur Hälfte. Verwenden Sie so viele Lagen Carbonfasergewebe wie Sie benötigen (dies ist eine Beispielabbildung).
Wichtig! Achten Sie darauf, die Fasern gestreckt zu verwenden!

Schritt 30/33

Bringen Sie wieder unidirektionales Carbonfaserband auf dem Oberschenkelbereich an. Kleben Sie einen Streifen entlang der Fertigarmierung zur Verstärkung des unteren Oberschenkelschalenbereiches (1), entlang des lateralen Systemstranges (2) sowie entlang der medialen Profilierung (3) an. Beachten Sie den Faserverlauf (Pfeile). Verwenden Sie so viele Lagen Carbonfaserband wie Sie benötigen (dies ist eine Beispielabbildung).
Wichtig! Achten Sie darauf, die Fasern gestreckt zu verwenden!

Schritt 31/33

Armieren Sie den oberen Oberschenkelschalenbereich mit Aramidfasergewebe. Verwenden Sie so viele Lagen Aramidfasergewebe wie Sie benötigen (dies ist eine Beispielabbildung). Arbeiten Sie möglichst präzise, da sich Aramidfasergewebe schlecht beschleifen lässt.
Wichtig! Achten Sie darauf, die Fasern gestreckt zu verwenden!

Schritt 32/33

Armieren Sie den unteren Oberschenkelschalenbereich mit Carbonfasergewebe. Verwenden Sie so viele Lagen Carbonfasergewebe wie Sie benötigen (dies ist eine Beispielabbildung). Bedecken Sie den Montage-/Gießdummy zur Hälfte mit einer abschließenden Lage Carbonfasergewebe.
Wichtig! Achten Sie darauf, die Fasern gestreckt zu verwenden!

Schritt 33/33

Ziehen Sie abschließend einen Dekostoff (2) oder einen PA-Armierungsstrumpf (für Carbonoptik) über das Modell (1), um die Armierungslagen zu fixieren. So lässt sich der PVA-Folienschlauch als Oberfolie (3) ganz einfach überziehen.
Hinweis: Wir empfehlen, 0,10 mm dicke Folie zu verwenden.

 KAFO gießen

Schritt 1/3

Diese Arbeitstechnik ist speziell auf unser Epoxidharz und unseren Härter zugeschnitten.
Wichtig! Beachten Sie die Verarbeitungshinweise und das Sicherheitsdatenblatt zum Epoxidharz und Härter. Halten Sie das Mischungsverhältnis exakt ein und vermischen Sie Harz und Härter gründlich.

Schritt 2/3

Lassen Sie die Fasern beim Gießen gut durchtränken und reiben Sie überschüssiges Harz heraus. Pressen Sie das Fußteil aus, um den bestmöglichen Faservolumenanteil zu erreichen. Schützen Sie dabei die Folie mit einem Stück Polstermaterial und achten Sie darauf, die Form der modellierten Sprengung beizubehalten.
Hinweis: Nutzen Sie vorhandene Aufpressdummys.

Schritt 3/3

Lassen Sie das Modell über Nacht (mindestens 10 Stunden) unter Unterdruck bei Raumtemperatur stehen.
Wichtig! Beachten Sie auch hier die Verarbeitungshinweise zum Epoxidharz.

 KAFO zuschneiden

Schritt 1/5

Entfernen Sie die dünne Laminatschicht über den Montage-/Gießdummys mit einem scharfen Messer. Entfernen Sie die Schrauben.

Schritt 2/5

Markieren Sie die Schnittkanten auf dem Laminat. Verlängern Sie dafür die Schnittkanten der Montage-/Gießdummys (blaue Linien), die einen möglichst gelenknahen Freischnitt der Orthese ermöglichen. Zeichnen Sie zusätzlich auch die orange Linie auf. 

Schritt 3/5

Hebeln Sie die Montage-/Gießdummys der Systemgelenke vorsichtig aus dem Laminat. Achten Sie darauf, die Gelenkflächen dabei nicht zu beschädigen.

Schritt 4/5

Sägen Sie mit einer oszillierenden Säge entlang der Schnittkanten, um die Orthesenteile vom Modell nehmen zu können. Auf der Abbildung sehen Sie das von uns empfohlene Sägeblatt. Damit können Sie sehr nah am Systemgelenk sägen, ohne es zu beschädigen.

Schritt 5/5

Entfernen Sie die nicht mehr benötigten Laminatteile. Danach können Sie die Orthesenteile vom Modell nehmen.

 KAFO tempern und beschleifen

Schritt 1/4

Reinigen Sie alle Gelenkflächen sowie den Systemfußbügel, bevor Sie die Orthesenteile tempern. Erwärmen Sie vorhandene Wachsreste mit einem Fön (1) und pusten Sie das flüssig gewordene Isolierwachs aus den Vertiefungen (2). Entfernen Sie Reste mit einem Tuch (3). Entfernen Sie auch den PVA-Folienschlauch.

Schritt 2/4

Tempern Sie die Orthesenteile, bevor Sie sie beschleifen. Legen Sie sie in den kalten Ofen und heizen Sie diesen langsam auf. Nach dem Tempern sind die Orthesenteile formstabil und lassen sich optimal bearbeiten.
Wichtig! Beachten Sie auch hier die Verarbeitungshinweise zum Epoxidharz.

Schritt 3/4

Beschleifen Sie die Kanten der Orthesenteile (z. B. mit einen Winkelschleifer). Vermeiden Sie jedoch unbedingt Sollbruchstellen im Metall!
Hinweis: Aramidfaser kann mit einer scharfen Schere bearbeitet werden.

Schritt 4/4

Entfernen Sie Harzreste mit einem scharfen Messer von den Gelenkflächen und polieren Sie sie anschließend (z. B. mit einem Marmorierkörper), um alle evtl. entstandenen Macken zu entfernen.

 Systemgelenke montieren

Schritt 1/1

Montieren Sie die Systemgelenke entsprechend der Montageanleitung in der Produktbeilage des jeweiligen Systemgelenkes.
Hinweis: Produktbeilagen finden Sie auch im Download-Bereich.

 Polstermaterial einsetzen

Schritt 1/3

Schneiden Sie ein klettbares Polster für die Orthese zu (z. B. aus xDry Frottee-Polstermaterial).
Hinweis: Sie können den Polsterdummy als Vorlage verwenden.

Schritt 2/3

Kleben Sie die Kletthakenpunkte an geeigneten Stellen in die Orthesenschalen. Befestigen Sie das Polster.

Schritt 3/3

Jetzt kann die Orthese anprobiert werden.

 Aufbau der Orthese

Schritt 1/1

Der Aufbau der Orthese erfolgt auf Grundlage der individuellen, gangspezifischen Grundstellung des Patienten. Dies resultiert in einem möglichst physiologischen Gangbild in mid stance.