Gelenkmontage NEURO TRONIC in e-Motion

Gelenkmontage

NEURO TRONIC Systemkniegelenk in e-Motion

Das NEURO TRONIC Systemkniegelenk kann im Auto-Modus über zwei verschiedene Sensortechniken angesteuert werden. In diesem Online-Tutorial wird die Gelenkmontage bei der Verwendung von e-Motion dargestellt. In e-Motion wird das Gelenk mithilfe von Bewegungssensoren, die sich in der Steuereinheit befinden, gesteuert. Hierfür wird bereits bei der Herstellung der Orthese ein Platzhalter für die entsprechenden Systembauteile eingesetzt. Mehr dazu finden Sie im Online-Tutorial Gießdummys NM/NT. Wenn Sie sich mit Ihrem Patienten für die Verwendung von p-Motion entscheiden, empfehlen wir das Online-Tutorial NEURO TRONIC in p-Motion. Für das NEURO TRONIC Kniegelenksystem erscheinen regelmäßig Updates, die wir hier zur Verfügung stellen. Melden Sie sich für den technischen Newsletter EXPERTMAIL an, um automatisch informiert zu werden.

 Gelenkmontage NEURO TRONIC in e-Motion

Schritt 1/34

Reinigen Sie das Systemgelenk. Nutzen Sie zur Reinigung der Gewinde in der Deckplatte den Schnellreiniger LOCTITE® 7063, um Isolierwachsreste zu entfernen.
Hinweis: Beachten Sie das Sicherheitsdatenblatt bei der Verwendung des Schnellreinigers LOCTITE® 7063.

Schritt 2/34

Besprühen Sie die erste Gleitscheibe auf einer Seite mit Sprühkleber und kleben Sie sie in die große Deckplatte. Fetten Sie die andere Seite der Gleitscheibe leicht mit dem mitgelieferten Orthesengelenkfett.

Schritt 3/34

Montieren Sie den Zahnkranz inklusive Gleitbuchse auf dem Gelenkoberteil.

Schritt 4/34

Fetten Sie die Achsbohrung der Sperrklinke und des Zahnkranzes sowie die Reibflächen des Splintbolzens mit dem mitgelieferten Orthesengelenkfett.
Hinweis: Achten Sie darauf, dass kein Fett in die Verzahnung der Sperrklinke und des Zahnkranzes gelangt.

Schritt 5/34

Setzen Sie den Splintbolzen der Sperrklinke in die dafür vorgesehene Öffnung am Gelenkunterteil. Achten Sie dabei auf die korrekte Position des Splintbolzens. Montieren Sie die Sperrklinke.

Schritt 6/34

Fetten Sie die Achsbohrung der Gelenkachse sowie die Reibflächen des Splintbolzens mit dem mitgelieferten Orthesengelenkfett.

Schritt 7/34

Setzen Sie den Splintbolzen der Gelenkachse in die dafür vorgesehene Öffnung am Gelenkunterteil. Achten Sie dabei auf die korrekte Position des Splintbolzens.

Schritt 8/34

Fetten Sie die zweite Gleitscheibe leicht von beiden Seiten mit dem mitgelieferten Orthesengelenkfett.

Schritt 9/34

Platzieren Sie die zweite Gleitscheibe auf dem Splintbolzen. Fixieren Sie den Splintbolzen dabei von der Rückseite mit einem Finger. Montieren Sie das Gelenkoberteil mit dem Zahnkranz.

Schritt 10/34

Montieren Sie die Deckplatte ohne den Hubmagneten und ziehen Sie die Schrauben mit dem entsprechenden Drehmoment fest.
Hinweis: Angaben zum Drehmoment finden Sie in der zum jeweiligen Systemgelenk gehörenden Produktbeilage.

Schritt 11/34

Wenn eine Gleitscheibe bei der Deckplattenmontage beschädigt wurde (hörbar an einem leisen Knacken), entfernen Sie die Partikel und setzen Sie eine neue Gleitscheibe auf.

Schritt 12/34

Stellen Sie sicher, dass die Splintbolzen vollständig in der Senkung sitzen.
Hinweis: Die Schrauben werden immer passend zum jeweiligen Systemgelenk mitgeliefert. Auch wenn die Schrauben nicht genauso lang sind wie das Gewinde der Splintbolzen, hat dies keine Auswirkungen auf die Belastbarkeit des Systemgelenkes.

Schritt 13/34

Überprüfen Sie die Leichtgängigkeit. Bringen Sie das Systemgelenk in Extension. Prüfen Sie die Flexion, indem Sie die Orthese waagerecht halten und dann die Oberschenkelschale loslassen. Die Oberschenkelschale sollte bis zum maximal möglichen Flexionswinkel leichtgängig nach unten fallen. Setzen Sie bei fehlender Leichtgängigkeit die nächstdünneren Gleitscheiben ein, wiederholen alle Schritte ab Schritt 8 und prüfen erneut.
Hinweis: Überprüfen Sie bei einer bilateralen Orthese immer nur ein Systemgelenk auf einmal.

Schritt 14/34

Überprüfen Sie das Systemgelenk auf seitliches Spiel. Fixieren Sie die Unterschenkelschale und versuchen Sie, die Oberschenkelschale in Richtung Varus-Valgus zu bewegen. Setzen Sie bei seitlichem Spiel die nächstdickeren Gleitscheiben ein, wiederholen alle Schritte ab Schritt 8 und prüfen erneut.
Hinweis: Überprüfen Sie bei einer bilateralen Orthese immer nur ein Systemgelenk auf einmal.

Schritt 15/34

Überprüfen Sie die Beweglichkeit der Sperrklinke. Stellen Sie dazu den Bedienhebel auf den Punkt. Drehen Sie die Orthese so, dass das Fußteil nach oben zeigt. Dabei fällt die Sperrklinke in die Verzahnung. Nun sollte das Systemkniegelenk nicht mehr flektiert werden können. Ist dies nach wie vor möglich, kontrollieren Sie die Gelenkmontage und entfernen Sie, falls vorhanden, Harzreste und überschüssiges Fett vom Systemkniegelenk. Prüfen Sie erneut.
Hinweis: Der Bedienhebel bleibt für die nachfolgenden Schritte auf den Punkt gestellt.

Schritt 16/34

Sichern Sie die Achsschraube und die Schraube der Sperrklinke mit LOCTITE® 243 mittelfest und dem entsprechenden Drehmoment. Lassen Sie den Kleber aushärten (nach ca. 24 Stunden endfest).
Hinweis: Beachten Sie das Sicherheitsdatenblatt bei der Verwendung von LOCTITE® 243 mittelfest.

Schritt 17/34

Montieren Sie nun den Hubmagneten. Schieben Sie zunächst die Druckfeder und dann die Unterlegscheibe auf den Kolben. Setzen Sie den Kolben inklusive Druckfeder und Unterlegscheibe in den Hubmagneten. Montieren Sie anschließend den Hubmagneten in der Deckplatte.

Schritt 18/34

Verbinden Sie den Stecker des Hubmagnetkabels mit dem Hubmagneten. An welchem Pol des Hubmagneten das Kabel angeschlossen wird, spielt dabei keine Rolle. Legen Sie anschließend den Hubmagneten mit Stecker in die große Deckplatte.

Schritt 19/34

Montieren Sie die kleine Deckplatte und fixieren Sie sie, indem Sie die Schraube anziehen.

Schritt 20/34

Drücken Sie den Extensionsanschlagsdämpfer in die dafür vorgesehene Bohrung.

Schritt 21/34

Bereiten Sie die Steuereinheitenaufnahme vor. Schneiden Sie dazu mit einem Messer die vorgefrästen Rillen ein. Brechen Sie das Teilstück heraus und glätten Sie die Kanten mit Schleifpapier.

Schritt 22/34

Sprühen Sie die untere Fläche der Steuereinheitenaufnahme mit dem CA-Aktivator Spray ein und lassen Sie es kurz ablüften. Kleben Sie die Steuereinheitenaufnahme mithilfe einer geringen Menge Sekundenkleber in die Unterschenkelschale der Orthese.
Hinweis: Beachten Sie das Sicherheitsdatenblatt bei der Verwendung von Sekundenkleber.

Schritt 23/34

Beachten Sie, dass der Kabeldummy den Verlauf des Kabels bestimmt und je nach Verlauf auch die Länge des Kabels variiert.

Schritt 24/34

Legen Sie das Kabel des Hubmagneten in die mithilfe des Kabeldummys erzeugte Vertiefung bis zur Steuereinheitenaufnahme. Markieren Sie auf dem Kabel die Position der Öffnung, durch die das Kabel in die Steuereinheitenaufnahme geführt wird. Diese Markierung kennzeichnet die Länge des schwarzummantelten Kabels.

Schritt 25/34

Erstellen Sie eine zweite Markierung im Abstand von 5 bis 7 cm von der ersten Markierung in Richtung Kabelende. Diese Markierung kennzeichnet die Länge des gesamten Kabels. Schneiden Sie das Kabel an dieser Markierung mit einer Zange ab. Manteln Sie anschließend das Kabel bis zur ersten Markierung ab. Verwenden Sie dazu das FIOR & GENTZ Abmantelwerkzeug.

Schritt 26/34

Sie sehen nun zwei freigelegte Kabeldrähte. Manteln Sie die Enden der Kabeldrähte erneut ab. Verdrillen und verzinnen Sie abschließend die Litzen.

Schritt 27/34

Kleben Sie das Kabel mithilfe einer geringen Menge mittelviskosem Sekundenkleber in die Unterschenkelschale der Orthese. Beginnen Sie in Gelenknähe und arbeiten Sie sich bis zur Steuereinheitenaufnahme vor.
Hinweis: Beachten Sie das Sicherheitsdatenblatt bei der Verwendung von Sekundenkleber.

Schritt 28/34

Stellen Sie eine Kabelverbindung zur Steuereinheit her. Bei einer Steuereinheit mit austauschbaren Akkus sind die vier Anschlüsse mit den Zahlen 1 bis 4 gekennzeichnet. Stecken Sie die Litzen in die Anschlüsse 3 und 4. An welchem Pol des Hubmagneten die Kabel angeschlossen werden, spielt dabei keine Rolle.
Hinweis: Bei bilateraler Bauweise mit zwei NEURO TRONIC Systemkniegelenken werden jeweils zwei Kabeldrähte in die Anschlüsse 3 und 4 gesteckt.

Schritt 29/34

Bei einer Steuereinheit mit integriertem Lithium-Ionen-Akku finden Sie die Zahlen auf der Kabelanschlusshilfe. Stecken Sie die Litzen mithilfe der Kabelanschlusshilfe in die Anschlüsse 3 und 4. An welchem Pol des Hubmagneten die Kabel angeschlossen werden, spielt dabei keine Rolle.
Hinweis: Bei bilateraler Bauweise mit zwei NEURO TRONIC Systemkniegelenken werden jeweils zwei Kabeldrähte in die Anschlüsse 3 und 4 gesteckt.

Schritt 30/34

Setzen Sie anschließend die Steuereinheit in die Steuereinheitenaufnahme.

Schritt 31/34

Fixieren Sie die Steuereinheit, indem Sie die vier Schrauben der Steuereinheitenaufnahme anziehen.

Schritt 32/34

Bei einer Steuereinheit mit austauschbaren Akkus ohne Bluetooth legen Sie die mitgelieferten Akkus unter Beachtung der Angaben zu Plus- und Minuspolen in das Akkufach der Steuereinheit und drücken Sie den MODE-Schalter (z. B. mit einer Büroklammer). Die LEDs leuchten dann auf. Dies signalisiert Ihnen, dass Sie die Steuereinheit nun innerhalb von 30 Sekunden mit dem Multifunktionsgerät verbinden können. Schieben Sie den Deckel auf die Steuereinheit, um das Akkufach zu schließen.

Schritt 33/34

Bei einer Steuereinheit mit austauschbaren Akkus mit Bluetooth legen Sie die mitgelieferten Akkus unter Beachtung der Angaben zu Plus- und Minuspolen in das Akkufach der Steuereinheit und drücken Sie den MODE-Schalter (z. B. mit einer Büroklammer). Es ertönt zunächst ein kurzer Piepton. Halten Sie den Knopf solange gedrückt, bis nach ca. 6-10 Sekunden ein zweiter, längerer Piepton ertönt. Dies signalisiert Ihnen, dass Sie die Steuereinheit nun innerhalb von 30 Sekunden mit dem Multifunktionsgerät oder der Patientenfernbedienung verbinden können. Schieben Sie den Deckel auf die Steuereinheit, um das Akkufach zu schließen.

Schritt 34/34

Bei einer Steuereinheit mit integriertem Lithium-Ionen-Akku drücken Sie den MODE-Schalter. Es ertönt zunächst ein kurzer Piepton. Halten Sie den Knopf solange gedrückt, bis nach ca. 6-10 Sekunden ein zweiter, längerer Piepton ertönt. Dies signalisiert Ihnen, dass Sie die Steuereinheit nun innerhalb von 30 Sekunden mit dem Multifunktionsgerät oder der Patientenfernbedienung verbinden können. Schieben Sie abschließend die Abdeckung über den Micro-USB-Anschluss.